Ausführlicher Ratgeber
Soll-Arbeitsstunden pro Monat: Erklärung und Anwendung
So entsteht die monatliche Sollzeit
Zuerst werden alle Montage bis Freitage des ausgewählten Monats gezählt. Danach werden Feiertage abgezogen, die auf einen dieser Wochentage fallen und für das gewählte Land oder die ausgewählte Region gelten. Aus den Wochenstunden ergibt sich bei einer Fünf-Tage-Woche die tägliche Sollzeit. Diese wird mit den verbleibenden Netto-Arbeitstagen multipliziert.
Bei 40 Wochenstunden entsprechen fünf regelmäßige Arbeitstage beispielsweise acht Stunden pro Tag. Hat ein Monat 22 Wochentage und liegt ein anwendbarer Feiertag auf einem Werktag, ergeben sich 21 Netto-Arbeitstage und damit 168 Sollstunden. Feiertage am Wochenende verändern die Sollzeit nicht.
Welche Angaben berücksichtigt werden
Jahr und Monat bestimmen den konkreten Kalender. Das Land liefert die landesweiten Feiertage; eine Region ergänzt die dort gültigen regionalen Feiertage. Die Auswahl „nur landesweite Feiertage“ ist sinnvoll, wenn keine regionale Zuordnung bekannt ist oder nur eine länderweite Vergleichszahl benötigt wird.
Der Rechner setzt eine gleichmäßig auf Montag bis Freitag verteilte Arbeitswoche voraus. Für Teilzeit mit festen anderen Wochentagen ist der Teilzeit-Arbeitstage-Rechner passender. Individuelle Arbeitszeitkonten, Betriebsferien, Krankheit, Urlaub und tarifliche Besonderheiten werden nicht automatisch eingerechnet.
Ergebnis richtig für die Zeiterfassung nutzen
Das Ergebnis eignet sich als nachvollziehbare Planungsgröße für Stundenzettel, Projektkapazität und die Kontrolle eines Monatskontos. Angezeigt werden neben der Sollzeit auch Brutto- und Netto-Arbeitstage, die tägliche Rechengröße und die berücksichtigten Feiertage.
Arbeitsverträge und Tarifverträge können abweichende Verfahren vorsehen, etwa eine feste Monatsstundenzahl oder eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit. Für Lohnabrechnung und rechtlich verbindliche Zeitkonten sollte deshalb die betriebliche Regelung maßgeblich bleiben.